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Digitaler Raum ohne Bilder ?


Besuchern meines Online-Kataloges ist sicher aufgefallen sein, dass seit ein paar Wochen bei einer Vielzahl der Datenbankeinträge der Vermerk zu finden ist:
Abbildung darf nicht angezeigt werden .
Der Grund hierfür ist, dass ein Landkartenverlag wegen eines Kartenausschnitts auf einem Kunstkatalog sehr hohe Forderungen an mich gestellt hat. Dadurch entstanden für mich außerordentliche Kosten, inkl. derjenigen für einen eigenen Anwalt.
Eine Anfrage hierzu bei der Verwertungsgesellschaft Bild-Kunst ergab:
„Nach unserer ersten Einschätzung besteht auch für Buchcover und Zeitschriftentitel, die urheberrechtlich geschütztes Bildmaterial zeigen, eine Lizenzpflicht. Covernutzungen mit urheberrechtlich geschütztem Bildmaterial sind durch §58 UrhG privilegiert …“
Ich musste also die Notbremse ziehen und habe sofort alle Abbildungen gesperrt. Nach und nach konnte ich nach Zusagen und Gesprächen mit einigen Künstlern und Erben einen kleinen Teil der Abbildungen online wieder zur Verfügung stellen.
Um die Bildrechte für einen Titel oder Eintrag einzuholen ist der Aufwand sehr hoch, da die Rechte des Verlages, des Künstlers eines abgebildeten Werkes, eventuell auch des Grafikers und des Fotografen des Kunstwerkes eingeholt werden müssten.
Das kann ich nicht leisten.

Aus diesem Grund unterstütze ich die Initiative der Institutionen der Münchner Note, für eine Neuregelung der juristischen Einschränkungen bei der digitalen Bildwiedergabe einzutreten.

Münchner Note
Museen, Bibliotheken und Archive fordern dringend notwendige politische Unterstützung zur Sichtbarmachung ihrer Sammlungsbestände im digitalen Raum
Die Münchner Note als PDF zum Downloaden

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Künstler, Fotografen, Verleger oder sonstige Inhaber von Bildrechten, deren Abbildungen im Online-Katalog ausgeschaltet sind, können sich gerne bei mir melden und ihre Bilder freischalten lassen. Klicken Sie hierzu bitte auf Änderung

Zur Zeit sind 51533 Items (incl. den Konvoluten) im offenen Online-Katalog (OPAC) registriert.


Erklärung von Ulises Carrión:
"The archive is also a product of a theoretical development of mine, which is that I have come to realize more and more clearly that my idea of art does not restrict itself to the making of objects or to events ... I consider an archive to be an artwork, but it is an artwork that implies space, a public institution. lt implies the work of other people, my social function, it has no limit in time, for an archive can survive indefinitely. lt also has no limits, it grows steadily, it is still alive."
Aus einem Interview von Jan van Raay, Stedelijk Museum Schiedam 1981, in "Van boek tot kunstenaarsboek".

Marion Ackermann (Dresden):
"Archive sind das Thema unserer Zeit. Archive bergen Geheimnisse, sind wichtig für die nachfolgenden Generationen. Archive sind die Zukunft."

AdA Archiv der Avantgarden:
"Das Archiv ist der Raum, in dem ein Kollektiv von Stimmen weiterhin unbequeme Fragen über die Zukunft stellt, ein Ort, an dem Erinnerungen auf etwas neues gerichtet werden können. ... (aus Handelsblatt Nr. 145 vom 29. Juli 2016, Seite 57 Kunstmarkt. Egidio Marzona, Ein Labor für die Kunst) "
Staatliche Kunstsammlungen Dresden, Japanisches Palais)